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Materialien & Verantwortung

Materialbewusst auswählen: Eine passende Verpackung beginnt bei Inhalt, Anwendung und einer nachvollziehbaren Materialbeschreibung.

Papier und Karton gezielt einsetzen

Pizzakartons, Burgerboxen und Beutel erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend sind unter anderem Format, Stabilität, Materialstärke und die vorgesehenen Kontaktbedingungen. Wählen Sie möglichst ein zum Inhalt passendes Format und vermeiden Sie unnötigen Leerraum. Eine bestimmte Papierfarbe ist kein Umweltzertifikat.

Beschichtungen machen einen Unterschied

Im Burger-Sortiment sind Ausführungen ohne die gelistete Folienbeschichtung sowie mit Aluminiumfolie oder PET-Laminierung aufgeführt. Diese Auswahl betrifft die Materialkombination. Sie erlaubt für sich genommen keine pauschale Aussage über Recycling, Kompostierung oder Eignung für jede Speise.

Die gesamte Verpackung betrachten

Für die Bewertung zählen Papier, mögliche Barrieren, Klebstoffe und Druckfarben zusammen. Fragen Sie bei besonderen Anforderungen nach der konkreten Spezifikation. Verfügbare Nachweise müssen sich auf die tatsächlich angebotene Ausführung beziehen.

Lebensmittelkontakt konkret abstimmen

Nennen Sie Lebensmittelart, Temperatur, Kontaktzeit und vorgesehene Verwendung. Für Lebensmittelkontaktmaterialien bildet die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 einen europäischen Rahmen; die Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 betrifft die gute Herstellungspraxis. Daraus folgt kein pauschales Prüfsiegel für ein Produkt. Erforderliche Angaben und Nachweise sind für die konkrete fertige Verpackung zu prüfen.

Entsorgung nach Material und Zustand

Recyclingfähigkeit und die richtige Entsorgung hängen vom Materialaufbau, der Beschichtung und der Verschmutzung ab. Beachten Sie die Angaben zur jeweiligen Ausführung und die örtlichen Sammelregeln. Stark verschmutzte oder zusammengesetzte Verpackungen können anders zu entsorgen sein als sauberes Papier. Verpackungen gehören nicht in die Natur.

Nachvollziehbare Aussagen statt pauschaler Versprechen

Wir verwenden keine allgemeine Aussage wie „100 % öko“ oder „in der Natur abbaubar“ für das gesamte Sortiment. Auch Zertifizierungen, eine bestimmte Recyclingquote oder PFAS-Freiheit lassen sich ohne passende Nachweise nicht aus der Papieroptik ableiten. Teilen Sie besondere Anforderungen bereits bei Ihrer Anfrage mit.

Europäische Verpackungsregeln

Die Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle enthält unterschiedliche Anforderungen und gestaffelte Anwendungstermine. Welche Anforderungen für ein Produkt und den jeweiligen Wirtschaftsakteur gelten, muss anhand der konkreten Ausführung und Lieferkette geprüft werden. Eine 3D-Vorschau ist kein Konformitätsnachweis.

Ihre Auswahl in vier Schritten

  1. Inhalt und Einsatzbedingungen beschreiben.
  2. Format und erforderliche Materialeigenschaften abstimmen.
  3. Verfügbare produktspezifische Nachweise prüfen.
  4. Entsorgungshinweise der Ausführung und örtliche Regeln beachten.
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